Krankheiten

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Krankheiten : Patellaluxation

Patellaluxation: Wie bekommt man einen möglichst gesunden Hund?

Bei manchen Russkiy Toy Hunden kann es zu einem Problem mit der Kniescheibe kommen. Dies zeigt sich daran, dass die Kniescheibe aus dem Gelenk herausspringen kann. Diese Erkrankung nennt man "Patella" (Patellaluxation, abgekürzt als PL bezeichnet).
Besonders betroffen sind viele Kleinhunderassen.

Man unterscheidet angeborene ( genetische) oder erworbene Formen der Patella Luxation.
Die erworbene Patellaluxation ist meist traumatisch bedingt.

Patellaluxation tritt in der Regel beidseitig auf, kann auch rechts/links unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Genetisch bedingte Patella

Da sich bei Welpen, wie auch bei uns Menschen, im Laufe der Zeit die Knochen etc. entwickeln, fällt es schwer bei einem noch sehr jungen Welpen die Patella-Erkrankung festzustellen. Für eine PL-Untersuchung sollte das Tier mindestens 12 Monate alt sein.



Unsere Hunde sind alle auf Patellaluxation untersucht und gesund. ( PL-frei / PL-OB)
Wir züchten nur mit PL untersuchten und nachweislich gesunden Elterntiere.

Allerdings möchten wir darauf hinweisen, dass auch gesunde Elterntiere keine 100%-Garantie geben können, dass ihre Welpen von dieser Krankheit verschont bleiben. Jedoch steigt die Wahrscheinlichkeit bei gesunden Elterntieren, dass die Welpen NICHT mit Patella belastet sind.

Der rezessive Erbgang ist höchst kompliziert...

Die Patellaluxation wird nach derzeitigem Wissensstand rezessiv vererbt, das heißt die Elterntiere können unbemerkt Träger sein, ohne selbst erkrankt zu sein... Und genau da liegt das Problem bei den rezessiven Erbkrankheiten, sie werden versteckt an die eigenen Nachkommen weiter übertragen.

Der Patella-Erbgang ist komplex und nicht jeder Hund, dessen Elterntiere PL-Träger sind, entwickelt selbst eine PL. Umgekehrt können auch Elterntiere, die selbst PL-frei sind, die Anlage vererben und erkrankte Nachkommen bekommen.



Kranken Eltern !..Das höchste genetische Risiko...


Elterntiere die selbst Probleme mit der Kniescheibe haben und an Patella leiden, bergen ein höheres Risiko, dass die Nachkommen ebenfalls daran erkranken. Dann ist die Wahrscheinlichkeit für gesunden Nachwuchs nur äußerst gering, da die erbliche Vorbelastung eindeutig zu hoch liegt.

Als Züchter kann man eigentlich nichts anderes tun, als ausschließlich mit gesunden Tieren zu züchten, um das Krankheitsrisiko zu verringern. Ganz ausschließen kann das kein Züchter.

...gesunde Welpen von gesunden Eltern ...

Wenn sie auf der Suche nach einem Russkiy Toy sind, nehmen Sie sich Zeit und informieren Sie sich vor dem Kauf genau, ob beide Elterntiere NACHWEISLICH PL-gesund sind (PL 0/0, PL-frei oder PL-OB Bescheinigung und Zuchttauglichkeit, Bescheinigung ) um damit das Risiko zu minimieren bereits einen kranken Hund zu erwerben.

Wenn Sie einen gesunden Welpen haben möchten, sollten Sie sich einen seriösen Züchter suchen.
Züchter die mit kranken Hunden züchten verstossen gegen das derzeit gültige Tierschutzgesetz.

Beinbruch ( Knochenbrüche )


Der Russkiy Toy ist ein sehr robuster kleiner Hund. Schwachstelle: er hat lange dünne Beine. Junge Hunde und ungestüme Welpen sind naturgemäß unfallgefährdeter als ältere, ruhige Tiere. Kleine Hunderassen liegen voll im " Trend".


Der Beinbruch wird häufig durch Stürze, Sprunge und Ausrutschen verursacht.
Oft verletzen sich Welpen beim Spielen mit größen Hunden oder Kindern. .

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Das Kniegelenk wird gebildet aus dem Oberschenkelknochen, dem Schienbein und dem Wadenbein, sowie der Kniescheibe. Diese ist in die Strecksehne des Hinterbeines eingelagert und gleitet bei jedem Strecken und Beugen des Knies in einer Knochenrinne im Oberschenkel nach oben bzw. nach unten. Weitere Bestandteile des Kniegelenks sind die Menisken und die Seitenbänder.

Die häufigsten Krankheitsursachen am Kniegelenk sind ein Riss der Seitenbänder oder aber eine Patellaluxation, eine Verlagerung oder Verrenkung der Kniescheibe aus ihrer Rinne im Oberschenkelknochen. Hierbei kann die Kniescheibe nach innen, außen oder nach beiden Seiten abrutschen. Die Ursache für die Entstehung dieser Krankheit ist weitgehend unbekannt, sie kann jedoch vererbt, in der Wachstumsphase erworben oder seltener verletzungsbedingt sein. Eine zu flach ausgebildete Gleitrinne oder Abweichungen in der Knochenachse zwischen Ober- und Unterschenkel (z. B. X-Beine, O-Beine) können ebenso der Grund hierfür sein. Es sind aber auch Hunde betroffen, deren Bänder, Sehnen oder Muskeln in den Hinterbeinen schwach sind. In der Regel sind beide Knie von dieser Fehlbildung betroffen. Diese Erkrankung entwickelt sich oft im ersten Lebensjahr und führt unbehandelt zu Gelenksschäden.

Kleine Hunde sind öfter von einer Luxation nach innen betroffen, Luxationen nach außen gibt es eher bei größeren Rassen. Es kommt aber auch vor, dass die Kniescheibe nach beiden Seiten abrutschen kann.
Die Patellaluxation wird in vier Schweregrade eingeteilt. Bei frühem Erkennen kann mit einer entsprechenden Behandlung den Hunden geholfen werden, damit es nicht zur Entstehung von massiven Gelenkschäden kommt. Luxiert die Kniescheibe öfter aus ihrer Gleitrinne, so entstehen mit der Zeit Gelenksentzündungen und Knorpelschäden, die zu Schmerzen und Lahmheiten führen. Die Patellaluxation stellt für den Hund eine große Behinderung dar, weil er seine Knie nicht mehr strecken kann, im extremen Fall hoppeln bereits Welpen wie Kaninchen. Das ist nur durch eine Operation des Kniegelenks zu vermeiden, wobei eine Vertiefung der Gleitrinne und/oder eine Versetzung der Ansatzstelle des geraden Kniescheibenbandes gemacht werden. Hierbei können die Knochenstrukturen verändert und die Bewegung der Kniescheibe begrenzt werden. Die Behandlung hängt von dem jeweiligen Fall ab und muss individuell vom Tierarzt entschieden werden.




Der An- oder Abriss des vorderen Kreuzbandes des Knies stellt eine häufige orthopädische Erkrankung des Hundes dar. Die beiden Kreuzbänder haben die Aufgabe das Kniegelenk unter Belastung zu stabilisieren, erlauben aber auch gleichzeitig eine Biegung und Streckung des Gelenks. Sie verhindern, dass das Schienbein gegenüber dem Oberschenkelknochen nach vorne wegrutscht. Reißt das Band, wird das Knie instabil. Das Kreuzband kann infolge eines Traumas oder durch Abnützung reißen, letzteres kommt weitaus häufiger vor. Eine Abnützung kann durch die normale Alterung oder durch eine ständige Überbelastung des vorderen Kreuzbandes entstehen. Diese Überbelastung wird durch Übergewicht, starke körperliche Belastungen oder eine abnormale Ausbildung des Schienbeines verstärkt. Ansonsten gleten auch hier dieselben Ursachen wie bei der Patellaluxation.
Ein Kreuzbandriss erfordert auf jeden Fall eine operative Behandlung. Es gibt hierbei verschiedene Möglichkeiten und Operationstechniken, z. B. die TPLO oder TTA-Technik, die beide die Stellung und die Mechanik des Schienbeins verändern. Hierbei werden nach der Veränderung die Knochen mithilfe von Metallteilen stabilisiert.
Es besteht auch die Möglichkeit die beschädigten Bänder zu ersetzen, was jedoch längerfristig keinen großen Erfolg bringt. Bei unseren großen Rassen macht es keinen Sinn, nur die Bänder zu ersetzen oder zu verstärken, da der Abriss meistens durch Überlastung, bedingt durch eine anatomische Fehlstellung, erfolgte. Diese Maßnahme wäre nur von kurzfristigem Erfolg, da gerade bei einem großen Hund starke Kräfte auf die Bänder wirken. Bei der TPLO Technik, die in den 90 Jahren in Amerika entwickelt wurde, wird das ganze Schienbein durchtrennt und in einer veränderten Stellung wieder verschraubt.
Bei der TTA – Technik aus der Schweiz wird ebenfalls die Stellung des Schienbeins verändert, dieses jedoch im nichttragenden Teil des Knochens. Hierbei werden ebenfalls Metalle verwendet, die, wie bei der anderen Methode auch, nach der OP im Knochen verbleiben und nicht wieder entfernt werden müssen. Beide Operationen haben ihre Vor- und Nachteile und sind, wie jede Operation, mit vielen Risiken verbunden. Steht ihrem Hund ein solcher chirurgischer Eingriff bevor, sollten Sie sich von Ihrem Tierarzt über die diversen Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen genau aufklären lassen. Gerne stehe ich auch mit Rat und Tat zur Seite.




Nachsorge:
Allen Knieoperationen ist gemeinsam, dass der Hund nach der Operation strikte Ruhe haben muss und unbedingt am Belecken der Naht gehindert werden sollte. Er muss einen Trichter tragen, den es mittlerweile auch in einer leichten und weicheren Form zu kaufen gibt. Er bekommt in der ersten Zeit Schmerzmittel und Antibiotika und sollte das Bein nach 2 Wochen wieder belasten, so dass sich die Muskulatur wieder aufbauen kann. Er muss acht Wochen nur an der Leine geführt und nur bedingt bewegt werden und spielen, toben, springen usw. unterlassen. Futterzusätze, homöopathische Mittel, Magnetfeldtherapie usw. sind von Vorteil, ebenfalls physiotherapeutische Maßnahmen zur Unterstützung des Heilungsprozesses. Nach ca. acht Wochen kann die Belastung langsam wieder gesteigert werden.

Kosten:
Die Kosten bei einer einseitigen Patellaluxation belaufen sich auf ca. 1000 Euro, incl. Voruntersuchung und Röntgenbildern. Bei einem einseitigen Kreuzbandriss operiert nach der TPLA-Methode werden ca. 1500 Euro veranschlagt. Dazu kommen Medikamente und eventuelle Nachbehandlungen. Sprechen Sie mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens - suchen sie sich aber für die Operation unbedingt eine Tierklinik aus, die mit Eingriffen dieser Art viel Erfahrung hat.

Quelle Simone Schwarz / Tierheilpraxis/Mahlberg 16.06.2010

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Mit Geld kann man einen wirklich guten Hund kaufen, aber nicht sein Schwanzwedeln.
Josh Bllings